http://zahor.net/flatworld/

 

 

Aktuell

Ein Garten der Erinnerung

Shredder

Die Spur der Schrift

Der Flaneur

Fotogramme

Im Dunkel der Nacht Licht

Wilderness

Wilderness2

Marilyn

FlatWorld

Species

Horizons

Terraforming

Catalogo

Biography

Exhibitions

Kunstradio

 

zahor(at)zahor.net

http://zahor.net/

last update: 10. 11. 2017

© 2000 - site by w.

 

.....

FlatWorld

Schon in meiner 1993 begonnenen Arbeit terraforming bildete ich den Begriff der geistigen Reise, des Fliegens im Sinne der Schamanen. Waren es damals Algenlandschaften als fiktive geographische Gebilde, als Form der Distanz zur Welt, als Möglichkeit des Fliehens, so werden seit 1994 bei der Arbeit an FlatWorld computergenerierte Menschenbilder (seit 1996 urbane Strukturen) zu Landkarten. Inspiriert von dot-paintings, mythischer Landschafts-Kartographie der Aborigines, erzeuge ich dot-printings, aus Millionen Pixeln bestehende Plan-Konstrukte. Die Songlines werden zu Scanlines. Weitere Überlegungen bewegten sich um Charles A. Hinton‘s Erzählung A Plane World, Edwin A. Abbot‘s Roman Flatland und die Astronomie einer flachen Welt von Rudolf Kippenhahn.

In meiner Auseinandersetzung mit urbanen Lebens- und Umgebungsräumen entwerfe ich eine Kartographie, wodurch die Beschreibung eine Abstraktion erfährt, in der die Realität verborgen, reduziert oder gar gänzlich aufgelöst wird. Diese virtuellen Realitäten gelten als eigene Welt, die aber an Kenntnisse und Erfahrungen von bereits Gesehenem appelieren.

Photographie steht als Ausgangsbasis: durch die weitere Bearbeitung mittels Computer werden diese Signale als Datensatz benützt, der zu fiktiven Landkarten umgedeutet und durch die Bearbeitung auf zweidimensionale Flächenwelten reduziert wird. Diese zunächst bedeutungsneutrale grafische Struktur wird in einem zweiten Schritt mit Hilfe der Benennung neu definiert. In Anlehnung an die Gestalt der entstandenen Flächen werden spezifische Zonen zu Orten einer virtuellen Landkarte. Mittels bewußter Zuordnung von Farben wird der Landschaftscharakter modelliert, die Namensgebung der Orte folgt dann dem daraus hervorgehenden Stimmungsgehalt. Die Interpretationsweise des ursprünglichen Datensatzes entspricht nun mehr den Bedingungen der aktuellen Innenwelt des Betrachters als den Prinzipien der zugrundeliegenden äußeren Wirklichkeit. Dadurch erfinde ich eine Welt, gebe ihr Sprache und Bilder und mache sie so erfahrbar. Sie ist dann kein Abbild primärer Wirklichkeit, sondern eines Denkvorganges, welcher diese in subjektspezifische Weise repräsentiert. Land ist in dieser Form keine materielle, sondern eine philosophische Größe.

 

In my work FLATWORLD, I use a computer to process photographs and video signals witch depict various areas of the human body, transforming them into fictitous maps. The data structures, patterns containing the body‘s three-dimensional reality, are thereby reducted to two-dimensional areas. In a second step, this graphic structures, the meaning of which is neutral at first, is redefined on the basis of the name wich is given. With the aid of the resulting shapes, zones are assigned to specific locations on a virtual map. The landscape is given character through a conscious assignment of colors, and the locations are named according to my prevailing emotions at the time. The interpretation of the original data record is now attuned to the observer‘s current inner world rather than the fundamental outer reality.

The traveller experiences the location being traveld through according to given cognitive and affective patterns of perception relating to his or her own personality rather than the criteria of interpersonel objectivity.